Der Regenbogen

 

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Das Geheimnis des Regenbogens

 

Am Ende des Regenbogens findest du einen goldenen Schatz, heißt es in einer altbekannten Geschichte. Aber was steht wirklich am Ende des Regenbogens?

Einen Regenbogen sieht man normalerweise am Himmel oben, rund und bunt, manchmal sieht man auch zwei davon. Der Regenbogen leuchtet überall dort, wo die Sonne in das Regenfeld, das aus einer Wolke fällt, scheint. Steht der Betrachter im Trockenen und/oder nicht im Sonnenschein, dann ist er vom Regenbogen getrennt und sieht sein Ende weit weg.

Steht nun der Betrachter im Sonnenschein und im gleichen Regenfeld, das aus einer Wolke fällt, dann läuft der Regenbogen vom Himmel über die Erde, über grüne Wiesen, durch die Luft, direkt auf ihn zu und wird ein großer Kreis. Dort, am im Regen stehenden schon, an dem endenden Antlitz, beginnt der glitzernde Regenbogen. Du bist nicht die Mitte des Bogens, das ist das Sonnenlicht allein, aber du bist ein Teil vom großen Ganzen, das auf deinen Händen tanzt. 

Der goldene Schatz am Ende des Regenbogens bist du. Glücklich der dieses Geheimnis des Regenbogens kennt. Man muss allerdings auch wissen, dass der, der im Regen steht, auch eine kalte Dusche abbekommen kann, richtig nass wird.

 

 

Beim Regenbogen ist alles im Fluss, in Bewegung: Die Tropfen, die in hinein und wieder herausfallen, die Wolke weht im Wind und nur die Sonnen bleibt scheinbar unbeweglich stehen, auf ihrem Weg zum Abend hin. Jeder einzelne Regentropfen blitzt für einen kleinen Moment wie ein bunter Schmetterling, flimmert, flügelt irgendwohin und vergeht. Stehen bleibt am Himmel ein riesengroßer Lichtbogen aus Spektralfarben. Die Spektralfarben sind beim Regenbiegen am Himmel linear angeordnet. Sie stehen in einem Kreis, bilden selber aber eine Säule. Sie zeigen uns die Seele als Säule.

 

 

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Der Regenbogen als Symbol für das lineare Denken

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Der Regenbogen als Symbol für das zyklische Denken

 

Beim Regenbogenrad, oder anders ausgedrückt, beim Farbkreis bildet der Farbverlauf selber einen Kreislauf.

 

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Da wir den Farbkreis in dieser Abfolge in ein menschliches Bild  bringen wollten, war es notwendig, die Körperhaltung zu  verändern, dieser Radform anzupassen. Deshalb haben wir diese Stellung gewählt, sie ist für einen geübten Menschen leicht nachvollziehbar, im Yoga ist diese Stellung als Chakra, Rad, bekannt. Der Unterschied zur Sitzposition könnte kaum größer sein. Nur mit Kraft, Anstrengung, kann sie für einige Momente aufrechterhalten werden. Es ist die Regenbogenkraft, die uns diese Anstrengung ermöglicht.

 

Sie ist sehr gesund, die Heilkraft selber. Aus dem Sonnenlicht geboren, angeschlossen an die unendlichen Kraftquellen des ganzen Universums, ein Kind der Ewigkeit, leuchtet das Licht bunt für eine geraume Zeit in der Wirklichkeit der materiellen Welt. Es ist genauso wirklich, wie die Erde, das Wasser und die Luft, die Pflanzen, Tiere und Menschen.

 

In der Radstellung ist die menschliche Gestalt in die Kreisläufe der Natur eingewoben, ein Teil der Erdkugel aus grün und blau, beim linearen Bild ist der Mensch losgelöst von der Schöpfung, allein, ein Leine sitzt da ohne Bezug. Irgendwo ist der Anfang und irgendwo das Ende. Das Rad dreht sich ohne Anfang und ohne Ende, gewinnt bei jeder Drehung neuen Schwung und strahlt immer bunter und schöner.

 

Anders als beim Licht der Sonne, oder der Sterne, leuchtet der Regenbogen nicht direkt aus einer Quelle, jeder Tropfen spiegelt und bricht das Licht. Ein Regenbogen leuchtet mehr wie ein Lampion, oder eine Laterne. Selber ist er deutlich sichtbar, er leuchtet, aber er beleuchtet seine Umgebung nicht. Sein Flimmern lässt die Umgebungshelligkeit unberührt, nur wenn man direkt zu ihm hinblickt, ja man muss ihn sogar suchen, dann zeigt er sich. Früher haben die Leute ihn deswegen nicht ernst genommen, da er ja offensichtlich keinen Nutzen bietet, er leuchtet für nichts anderes als nur für sich. Heute erkennen wir gerade in dieser Eigenschaft seinen Sinn. Wir verehren den Sinn der Sonne, den bunten Sonnensohn, der in allen Farben aus dem Wasser geboren wird und benutzen ihn als unseren Leitfaden, als Kompass, in dieser sich ständig ändernden Welt aus Materie in Raum und Zeit.

 

 

Tautropfen